Eine Festplattenrettung bei Abnutzung oder Verschleiß kann grundsätzlich auch bei noch so hochwertigen Festplatten früher oder später notwendig werden. Zwar sind moderne Festplatten in der Regel recht widerstandsfähig und können zum Beispiel sowohl horizontal als auch vertikal betrieben werden, aber je nach Nutzung können sich ab einem gewissen Zeitpunkt Verschleißerscheinungen einstellen. Die Wahrscheinlichkeit einer Festplattenrettung bei Abnutzung oder Verschleiß kann sehr davon abhängen, wieviele Stunden die Festplatte täglich genutzt wird, und welche Zeit davon auf Lese- und Schreibzugriffe entfällt.

Vorbeugung durch SMART

Einer notwendigen Festplattenrettung bei Abnutzung oder Verschleiß kann durch die Verwendung der SMART-Funktion (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) vorgebeugt werden. Dies ist ein allgemeiner Industriestandard, der seit 1996 von allen gängigen Festplatten auf dem Markt unterstützt wird. Zwar gibt es spezielle Software, die eventuelle Warnmeldungen der Festplatte auslesen kann, grundsätzlich kann aber auch jeder Computer bei entsprechender Einstellung diese Meldung falls erforderlich beim Systemstart ausgeben.

SMART ist jedoch kein völlig zuverlässiger Schutz vor einer notwendigen Festplattenrettung bei Abnutzung oder Verschleiß, da vorhandene Defekte nicht immer erkannt werden. Zusätzlich können auch seltsame Geräusche der Festplatte einen Hinweis auf drohende Datenverluste durch Abnutzung und Verschleiß geben.

Rettung der Festplatte und der Daten

Ist eine Festplattenrettung bei Abnutzung oder Verschleiß notwendig, so gibt es einige Programme, welche noch lesbare Daten auslesen und auf eine intakte Festplatte umkopieren können, zum Beispiel die Linux-Distribution Knoppix. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Festplatte zumindest noch als Gerät im System erkannt wird. Schlägt auch das fehl und sind auch keine Sicherheitskopien vorhanden, so können professionelle Datenrettungs-Unternehmen oft noch zumindest einen Teil der Daten retten.