Funktion und Nutzen von WinRAR und Co.

Was tun, wenn es eng wird auf der Festplatte? Die Lösungen dieses Problems sind allesamt nicht wirklich zufriedenstellend: Eine neue Festplatte kaufen? Daten löschen, um Platz zu machen? Es wird also entweder teuer, oder man verliert mehr oder weniger wichtige Daten. Als Alternative empfehlen sich daher Pack-Programme, die vorhandene Daten komprimieren und so für zusätzlichen Platz sorgen.

Alles etwas kleiner

Diese Programme, von denen Winzip und WinRAR wohl die bekanntesten sein dürften, gibt es bereits seit über einem Jahrzehnt. "Damals" war ihre Bedeutung noch eine andere, denn Speicherplatz war meistens knapp bemessen. Heute hingegen sind selbst mehrere Terabyte große Festplatten für einen sehr vertretbaren Preis zu bekommen, so dass es nicht mehr ganz so arg wichtig ist, alles möglichst klein zu halten. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, warum man Platz verschwenden sollte, wenn man ihn auch einsparen könnte. Aus diesem Grund existieren Programme wie WinRAR.
Es kommt allerdings sehr darauf an, was für Dateien man komprimieren möchte. Reine Textformate wie TXT oder DOC lassen sich vorzüglich verkleinern, so dass Dokumente von mehreren Megabyte auf wenige Kilobyte zusammenschrumpfen können. Andere Formate wie MP3 oder mit hochwertigen Videocodecs komprimierte Videodateien hingegen sprechen auf WinRAR und Konsorten nicht besonders an, da sie bereits ab Werk eine hohe Kompressionsdichte aufweisen. Daher lohnt sich die ganze Angelegenheit auch kaum, da man meist nur wenige hundert Kilobyte Speicherplatz einsparen kann, sich diese allerdings mit einer von der Dateigröße abhängigen Entpackzeit erkauft.

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Aufteilen und Verschlüsseln

Pack-Programme haben noch eine weitere Funktion, die zwar nicht zu ihrem Hauptaufgabengebiet gehört, welche aber dennoch erwähnenswert ist. Beim Packen von Dateien lässt sich mit jedem modernen Programm beispielsweise festlegen, ob die fertige Datei in einem Stück komprimiert oder in viele kleine Dateien zerlegt werden soll, welche sich beim Entpacken automatisch wieder zusammenfügen. Das kann hilfreich sein, wenn man eine Datei, die mehrere Gigabyte auf die Waage bringt, auf CD-Rohlinge aufspalten möchte.
Gleichzeitig lassen sich die Dateien auch vor unbefugtem Zugriff schützen, indem verschlüsselte Archive angelegt werden. Mit WinRAR lassen sich so passwortgeschützte RAR-Dateien erzeugen, die bei einem hochwertigen Passwort auch so gut wie unknackbar sind. Daher sollte man auch aufpassen, was für Dateien man mit welchem Passwort verschlüsselt. Wenn man wichtige Daten archiviert und diese später wieder herauskramt, nur um festzustellen, dass man das Passwort nach Jahren vergessen hat, kann man seinen Dateien wohl Lebewohl sagen. Ein sicheres und gleichzeitig unmöglich zu vergessendes Passwort ist daher - nicht nur bei WinRAR - das A und O.